Die Arbeitsgruppe Digitalisierung trifft sich in der Landesleitung

Lie­be Mit­strei­te­rin­nen und Mit­strei­ter,

die AG Digi­ta­li­sie­rung der Lan­des­lei­tung trifft sich am Frei­tag, den 1. Febru­ar 2019, Beginn 16.00 Uhr
in der CSU-Lan­des­lei­tung, Mies van der Rohe Str. 1, 80807 Mün­chen.

Wer Inter­es­se an der AG Digi­ta­li­sie­rung hat, kann sich über die Lan­des­lei­tung zu die­ser Ver­an­stal­tung anmel­den.

Micha­el Nie­der­mair

Bei­trags­fo­to: pixabay: geralt

 

Der Einfluss von Berlin und Europa auf die bayerische Bildungs- und Hochschulpolitik

Frau Kat­rin Staff­ler, MdB

Auf Ein­la­dung des AKS Dach­au berich­te­te unse­re Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Kat­rin Staff­ler am 12. Novem­ber von ihrer Arbeit in der Bun­des­haupt­stadt. Als Mit­glied des Aus­schus­ses für Bil­dung, For­schung und Tech­nik­fol­gen­ab­schät­zung und Obfrau der Enquete-Kom­mis­si­on „Beruf­li­che Bil­dung in der digi­ta­len Arbeits­welt“ konn­te sie Infor­ma­tio­nen aus ers­ter Hand lie­fern. Frau Staff­ler nann­te drei Schwer­punk­te der Arbeit im Aus­schuss:
1. die Digi­ta­li­sie­rung
2. der Hoch­schul­pakt
3. Künst­li­che Intel­li­genz

Grund­la­ge für die Digi­ta­li­sie­rung sei die ent­spre­chen­de Aus­stat­tung der Schu­len, päd­ago­gi­sche Kon­zep­te und die dazu kor­re­spon­die­ren­de Aus­bil­dung der Leh­rer. Inwie­weit der Bund dabei mit­hel­fen kann, hängt auch davon ab, ob die Grund­ge­setz­än­de­rung zum Koope­ra­ti­ons­ver­bot kommt, das Geld ist schon ein­ge­plant. Aller­dings soll dadurch die Ver­ant­wor­tung der Län­der nicht geschmä­lert wer­den.

Beim The­ma Hoch­schul­pakt beton­te Frau Staff­ler, dass die Grund­fi­nan­zie­rung der Uni­ver­si­tä­ten bei den Län­dern lie­ge und der Bund kön­ne nicht immer mehr bezah­len. Augen­merk leg­te Frau Staff­ler auch dar­auf, dass meis­tens nur von der Qua­li­tät der For­schung, aber nur wenig von der Qua­li­tät der Leh­re gespro­chen wird. Von den 2,2 Mrd € im Jahr wer­den nur 200 Mio€ für die Leh­rer auf­ge­wen­det.

Künst­li­che Intel­li­genz ist eine so gro­ße Auf­ga­be, dass Deutsch­land die­se nicht allein bewäl­ti­gen kann. Frau Staff­ler sprach sich hier für eine euro­päi­sche Zusam­men­ar­beit z.B mit Frank­reich aus und kün­dig­te eine eige­ne Enquete-Kom­mis­si­on zu die­sem The­ma an.

Wäh­rend der anschlie­ßen­den Dis­kus­si­on wur­de ins­ge­samt betont, wie wich­tig Bil­dung und gute Aus­bil­dung ist, dass beruf­li­che Bil­dung aka­de­mi­scher gleich­wer­tig ist, dass dies jedoch in vie­len Köp­fen noch nicht ange­kom­men ist. Gera­de das baye­ri­sche Schul­sys­tem bie­tet wie kein ande­res Über­gän­ge und Zugän­ge von einer Schul­art in die ande­re.

AKS Kreis­vor­sit­zen­der Micha­el Nie­der­mair und Frau Kat­rin Staff­ler, MdB

Wir bedan­ken uns  für die aktu­el­len Infos aus ers­ter Hand bei Frau Kat­rin Staff­ler, MdB für das Kom­men und den gelun­ge­nen Bericht und freu­en uns schon auf die nächs­te Ver­an­stal­tung mit ihr.

 

Neue App “Schule in Bayern”

In der heu­ti­gen Pres­se­mel­dung des Kul­tus­mi­nis­te­ri­ums wur­de die App “Schu­le in Bay­ern” emp­foh­len. Wir haben die­se gleich mal unter Andro­id mit einem Tablet und einem Smart­pho­ne getes­tet.

Wel­che Rech­te ver­langt die App

  • Zugriff auf den USB Spei­cher bzw. die SD-Erwei­te­rungs­kar­te -> not­wen­dig
  • Daten aus dem Inter­net emp­fan­gen -> not­wen­dig
  • Vol­ler Zugriff auf die Netz­wer­ke
    Da die App in den Ein­stel­lung die Mög­lich­kei­ten bie­tet, dass Hef­te nur mit WLAN-Ver­bin­dung her­un­ter­ge­la­den wer­den kön­nen, ist das Recht not­wen­dig.
  • Bei Start sofort aus­füh­ren -> ist nicht zwin­gend nach­voll­zieh­bar
  • Ver­hin­dern, dass das Gerät in den Schlaf­mo­dus geht -> ist nicht nach­voll­zieh­bar

Die App ver­langt eini­ge Rech­te. Die Ers­ten sind sinn­voll und not­wen­dig. Jedoch die letz­ten bei­den sind nicht wirk­lich not­wen­dig und im Bezug auf die Akku­leis­tung nicht wirk­lich sinn­voll. Man hät­te dies sicher auch anders lösen kön­nen.

Der Start

Nach dem Start erscheint kurz eine Hil­fe­stel­lung, mit wel­chen Bewe­gun­gen man wel­che Akti­on aus­füh­ren kann (fin­det man auch unter den Ein­stel­lun­gen) und dann kommt gleich die Gesamt­über­sicht. Dabei wird beim ers­ten Start gefragt, ob die Daten vom Her­stel­ler der App ana­ly­siert wer­den dür­fen. Dies haben wir natür­lich abge­lehnt. Die App hat USK 0, ist also im vol­lem Umfang für Kin­der geeig­net. Eine Ana­ly­se geht daher gar nicht und soll­te daher auch nicht ange­bo­ten wer­den.

Zur Zeit ste­hen eini­ge Aus­ga­ben von “schu­le & wir”, eini­ge Bro­schü­ren über den “Bes­ten Bil­dungs­weg”, die ein­zel­nen Schul­ar­ten und wei­te­re Infos zur Ver­fü­gung. Für den Anfang schon eine gute Aus­wahl. Hier hof­fen wir, dass das Ange­bot zeit­nah erwei­tert und ergänzt wird.

Ein Wischen von der rech­ten Sei­te bringt einen in das Kon­fi­gu­ra­ti­ons­me­nü. Hier kann man die App ande­ren emp­feh­len (tei­len), App­ein­stel­lun­gen vor­neh­men, die Hil­fe zu den Bewe­gun­gen und ein Link zu den Daten­schutz­be­stim­mun­gen.

Die Farb­wahl bei der Kon­fi­gu­ra­ti­on und in andern Berei­chen ist nicht wirk­lich gut und lässt sich auch nicht kon­fi­gu­rie­ren. Bei schlech­ten Licht­ver­hält­nis­sen oder bei Per­so­nen mit Seh­be­hin­de­rung ist hier ein Lesen fast nicht mög­lich. Hier soll­te drin­gend nach­ge­bes­sert wer­den.

Ein Wischen von der lin­ken Sei­te bie­tet die Mög­lich­keit, die Inhal­te aus­zu­wäh­len, bei­spiels­wei­se nur Inhal­te zu einer bestimm­ten Schul­art.

Wählt man dann bei­spiels­wei­se ein “schu­le & wir” Heft aus, so lässt sich der Inhalt auf dem Tablet sehr gut lesen. Man kann die­sen durch einen Fin­ger­tipp auf eine Sei­te zoo­men und wenn die­ses nicht reicht, noch wei­ter zoo­men und die Schrift schritt­wei­se grö­ßer bzw. klei­ner stel­len.

Auf dem Smart­pho­ne dage­gen wird dies schnell sehr müh­sam, da man ab einer bestimm­ten Zoom­grö­ße den Inhalt immer ver­schie­ben muss, damit man die gan­ze Zei­le lesen kann bzw. nur sehr wenig Text sicht­bar ist und man stän­dig rauf bzw. run­ter scrol­len muss.

Inter­na

Die App bie­tet die Mög­lich­keit, dass die Bei­trä­ge (Hef­te, Bro­schü­ren, …) zwi­schen­ge­spei­chert wer­den. Schaut man hier in die Ein­stel­lun­gen, so sieht man, dass die­se im inter­nen Spei­cher abge­legt wer­den, obwohl eine aus­rei­chend gro­ße SD-Kar­te vor­han­den ist. Eine Ein­stell­mög­lich­keit, dass hier die SD-Kar­te ver­wen­det wird, wird nicht ange­bo­ten. Man muss hier auf­pas­sen, damit man nicht mit zu vie­len Bro­schü­ren die inter­nen Spei­cher zu sehr belas­tet. Ich wür­de mit hier wün­schen, dass die App gleich beim Start prüft, ob eine SD-Kar­te vor­han­den ist und vor­schlägt, die Inhal­te, Hef­te dort zu spei­chern.

Fazit

Der Inhalt der App ist sehr inter­es­sant, soll­te aber zeit­nah mit wei­te­ren Inhal­ten ergänzt wer­den. Die Idee für die App hal­te ich für sehr gut. Die App selbst hat noch Poten­ti­al nach oben, gera­de was Ein­stel­lun­gen, Rech­te und das Farb­sche­ma, gera­de für Leu­te mit Seh­be­hin­de­rung, betrifft. Auf dem Tablet eine schö­ne Sache, bei­spiels­wei­se “schu­le & wir” zu lesen. Auf dem Smart­pho­ne ist die App eher als Not­lö­sung zu sehen, wenn man mal schnell was nach­schau­en will.

Katrin Staffler, MdB, ist Obfrau der Enquete-Kommission

Katrin Staffler

Foto: Tobi­as Koch

Herz­li­chen Glück­wunsch an unse­re Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Kat­rin Staff­ler.

Sie ist von der CDU/CSU Frak­ti­on im Deut­schen Bun­des­tag zur Obfrau der neu ein­ge­rich­te­ten Enquete-Kom­mis­si­on „Beruf­li­che Bil­dung in der digi­ta­len Arbeits­welt“ gewählt wor­den.

Frau Staff­ler schreibt in Ihrem News­let­ter: “Auch in unse­rem Wahl­kreis sind vie­le Betrie­be auf der Suche nach geeig­ne­ten Aus­zu­bil­den­den und Mit­ar­bei­tern. Die Auf­ga­be der Enquete-Kom­mis­si­on wird sein, zu unter­su­chen, wo und auf wel­che Wei­se die beruf­li­che Bil­dung an die Anfor­de­run­gen einer moder­nen Arbeits­welt ange­passt wer­den muss und inwie­weit die Stär­ken des Sys­tems dabei wei­ter aus­ge­baut und mög­li­che Zugangs­hür­den abge­baut wer­den kön­nen. Zudem soll die Kom­mis­si­on eine Stra­te­gie für die Wei­ter­ent­wick­lung der beruf­li­chen Aus- und Wei­ter­bil­dung aus­ar­bei­ten und wie die Gleich­wer­tig­keit von beruf­li­cher und aka­de­mi­scher Bil­dung in Zei­ten des digi­ta­len Wan­dels von Berufs­bil­dern und Erwerbs­bio­gra­fi­en gestärkt wer­den kann.”

Wir als AKS-Dach­au freu­en uns dar­über sehr und wün­schen Frau Staff­ler viel Erfolg und alles Gute mit die­ser neu­en Auf­ga­be.

Das Grundgesetz — als App für den Unterricht

Die Bun­des­zen­tra­le für Poli­ti­sche Bil­dung stellt kos­ten­los eine App (für ITu­nes und Andro­id) bereit, mit der Schü­le­rin­nen und Schü­ler das Grund­ge­setz erfor­schen kön­nen.

Wir haben die Andro­id-Ver­si­on auf einem Tablet getes­tet. Posi­tiv fiel dabei auf, dass die App nur sehr wenig Rech­te ver­langt und kei­ne Wer­bung ein­blen­det. Ande­re Apps dage­gen ver­lan­gen deut­lich mehr Rech­te und blen­den teil­wei­se Wer­bung ein oder bie­ten zusätz­li­che Leis­tun­gen als In-App-Käu­fe an.

Rech­te­über­sicht

Die App zeigt alle Arti­kel des Grund­ge­set­zes nach Grup­pen (“Die Grund­rech­te”, “Der Bun­des­tag”, …) an. Zu jedem Bereich wird eine klei­ne Zusam­men­fas­sung ange­zeigt, gefolgt von den Arti­keln. Dabei kann jeder Arti­kel geteilt bzw. mit einem Mer­ker ver­se­hen wer­den, so dass man spä­ter schnell dar­auf zugrei­fen kann.

Ein klei­nes Lexi­kon und wei­te­re Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen ergän­zen das Ange­bot auf idea­le Wei­se. Über die Such­funk­ti­on las­sen sich Arti­kel schnell fin­den, wenn man nicht weiß, wo sich die­se befin­den.

Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen zum Grund­ge­setz

Beson­ders toll ist das ein­ge­bau­te Quiz, mit dem die Schü­le­rin­nen und Schü­ler ihr Wis­sen tes­ten kön­nen. Dabei wer­den Fra­gen gestellt, die mit “Stimmt!” oder “Stimmt nicht!” beant­wor­tet wer­den müs­sen. Nach der Ant­wort, bekommt man sofort die Lösung und eine Begrün­dung, war­um die Ant­wort stimmt bzw. nicht stimmt.

Foto: pixabay Com­mongt

 
Fazit:

Eine sehr gelun­ge­ne App, die sich sehr gut in den Unter­richt inte­grie­ren lässt und viel Spaß macht.

 

Diskussionsrunde zur Digitalisierung an Schulen

Im Gespräch mit Bay­erns Kul­tus­mi­nis­ter Bernd Sibler, MdL

Beim The­ma Digi­ta­li­sie­rung in der Schu­le denkt jeder sofort an den Unter­richt und die Schü­ler. Das The­ma ist aber deut­lich viel­schich­ti­ger. Digi­ta­li­sie­rung betrifft auch die Leh­rer, die Schul­ver­wal­tung, die Eltern, den Sach­auf­wands­trä­ger, der die Schu­len baut und lang­fris­tig für den Unter­halt, die Pfle­ge und Aktua­li­sie­rung die­ser neu­en Medi­en ver­ant­wort­lich ist — und vie­le mehr.

Rohbau des Bauabschnittes 1, welcher schwerpunktmäßig in Holz gebaut wird

Roh­bau des Bau­ab­schnit­tes 1, wel­cher schwer­punkt­mä­ßig in Holz gebaut wird

Der Schul­zweck­ver­band der Gemein­den Odelz­hau­sen, Pfaf­fen­ho­fen a.d. Glonn und Sul­ze­moos baut gera­de in Odelz­hau­sen ein neu­es Schul­zen­trum für die Grund‑, Mit­tel- und Real­schu­le, wel­ches nach moder­nen päd­ago­gi­schen Grund­sät­zen geplant wor­den ist und bei dem vor allem die Digi­ta­li­sie­rung eine wich­ti­ge Rol­le spielt. LAN-Anschluss in jedem digi­ta­len Klas­sen­zim­mer, mit Doku­men­ten­ka­me­ra, White­board mit Bea­mer, WLAN im gesam­ten Haus und vie­les mehr. Die Kos­ten belau­fen sich auf etwa 55 Mil­lio­nen Euro.
Am Don­ners­tag, den 12. Juli 2018 besich­ti­gen etwas 50 Inter­es­sier­te, dar­un­ter auch Kul­tus­mi­nis­ter Bernd Sibler, MdL, den Roh­bau des neu­en Schul­zen­trums.

Im Anschluss stell­te sich der Kul­tus­mi­nis­ter der Dis­kus­si­ons­run­de, die von Micha­el Nie­der­mair, Kreis­vor­sit­zen­der des CSU-Arbeits­krei­ses Schu­le Bil­dung und Sport mode­riert wur­de. Unter den Anwe­sen­den waren Bern­hard Sei­de­nath, MdL, Land­rat Ste­fan Löwl, Hel­mut Zech, stellv. Land­rat und Vor­sit­zen­der des Schul­zweck­ver­band, vie­le Bür­ger­meis­ter aus dem Land­kreis, akti­ve und pen­sio­nier­te Lehr­kräf­te, Eltern­bei­rä­te und vie­le wei­te­re Inter­es­sier­te.

Kul­tus­mi­nis­ter Sibler stellt sich den Fra­gen der Anwe­sen­den

Zu Beginn refe­rier­te der Kul­tus­mi­nis­ter kurz über die Zie­le und Maß­nah­men der Staats­re­gie­rung im Bezug auf Digi­ta­li­sie­rung an Schu­len. Der Haus­halt für den Rest des Jah­res 2018 sieht hier­für 212,5 Mil­lio­nen Euro vor, davon 150 Mil­lio­nen Euro für die Aus­stat­tung digi­ta­ler Klas­sen­zim­mer und 35 Mil­lio­nen Euro nur für Beruf­li­che Schu­len vor. Ziel ist es, 50.000 neue digi­ta­le Klas­sen­zim­mer ein­zu­rich­ten. Dabei wer­den bis zu 90% der Kos­ten für die Aus­stat­tung vom Frei­staat über­nom­men, der Rest muss vom Sach­auf­wands­trä­ger finan­ziert wer­den. Anträ­ge kön­nen ab sofort gestellt wer­den (wei­te­re Infos). Bei Fra­gen zum Antrag hat das Kul­tus­mi­nis­te­ri­um extra eine Hot­line ein­ge­rich­tet.
Schwer­punkt­mä­ßig wer­den auch Semi­nar­schu­len aus­ge­stat­tet, dass jun­ge ange­hen­de Leh­rer gleich mit dem digi­ta­len Unter­richt ver­traut gemacht wer­den. Unter­stützt wird dies durch die zen­tra­le Lern­platt­form „mebis“, die bereits von 1,7 Mil­lio­nen Schü­lern genutzt wird.
Laut Stu­di­en sind Schü­ler durch­schnitt­lich 56h pro Woche online, wes­halb die Medi­en­päd­ago­gik immer wich­ti­ger wird und aus die­sem Grund im Fach Infor­ma­tik ver­an­kert wird. Der Leit­satz des Kul­tus­mi­nis­ters ist hier „Die Tech­nik dient der Päd­ago­gik und nicht umge­kehrt“.
Die ers­te Fra­ge aus dem Ple­num betraf die Fort­bil­dung der Leh­rer und vor allem der Sys­tem­be­treu­er vor Ort, die teil­wei­se mit nur einer Anrech­nungs­stun­de den gesam­ten Com­pu­ter­park betreu­en sol­len. Der Kul­tus­mi­nis­ter stell­te zwar 100 neue Stel­len und zahl­rei­che Anrech­nungs­stun­den in Aus­sicht, aller­dings wur­de die Mach­bar­keit der War­tung ohne exter­ne Exper­ten von vie­len Anwe­sen­den, vor allem von dem Sach­auf­wands­trä­gern bezwei­felt. Fort­bil­dun­gen wer­den durch die Aka­de­mie für Lehr­fort­bil­dung in Dil­lin­gen direkt durch­ge­führt und von vie­len SCHILF-Ver­an­stal­tun­gen (schul­in­ter­ne Leh­rer­fort­bil­dung) direkt vor Ort unter­stützt. Ab Okto­ber wer­den zusätz­lich geziel­te Fort­bil­dun­gen zu recht­li­chen, päd­ago­gi­schen und tech­ni­schen Fra­gen der Digi­ta­li­sie­rung ange­bo­ten.
Wei­te­re Fra­gen der Anwe­sen­den betra­fen u.a. die digi­ta­len Pro­duk­te der Schul­buch­ver­la­ge, die Fol­ge­fi­nan­zie­rung der Com­pu­ter­aus­stat­tung nach fünf Jah­ren, die Erstel­lung von Medi­en­kon­zep­ten für jede ein­zel­ne Schu­le und vie­les mehr.
Zum Abschluss wur­de dem Kul­tus­mi­nis­ter als Dan­ke­schön ein Prä­sent­korb mit Pro­duk­ten aus der Regi­on über­reicht. Die Anwe­sen­den hät­ten ger­ne noch län­ger als die ein­ein­halb Stun­den über die­ses wich­ti­ge und inter­es­san­te The­ma mit dem Kul­tus­mi­nis­ter dis­ku­tiert – ins­ge­samt eine sehr gelun­ge­ne und infor­ma­ti­ve Ver­an­stal­tung.

Micha­el Nie­der­mair, CSU-AKS-Dach­au
 

v.l.: Johann Heit­mair, CSU-OV-Odelz­hau­sen, Bern­hard Sei­de­nath, MdL, Kul­tus­mi­nis­ter Bernd Sibler, MdL, Hel­mut Zech, stellv. Land­rat, Micha­el Nie­der­mair, KV AKS-Dach­au

Bil­der­im­pres­sio­nen von der Ver­an­stal­tung

Zwischen Berufsqualifizierung und Persönlichkeitsbildung — welche Qualifizierung und Bildung muss das Schulsystem vermitteln?

Am 9. Juni 2018 lud der AKS Lan­des­ver­band zu sei­nem Bil­dungs­kon­gress nach Rosen­heim ein. Das Tref­fen stand unter dem The­ma “Zwi­schen Berufs­qua­li­fi­zie­rung und Per­sön­lich­keits­bil­dung — wel­che Qua­li­fi­zie­rung und Bil­dung muss das Schul­sys­tem ver­mit­teln?”.

In sei­nem ein­füh­ren­dem Impuls­vor­trag zeig­te Hubert Schöff­mann, Bil­dungs­po­li­ti­scher Spre­cher der Baye­ri­schen Indus­trie- und Han­dels­kam­mer, anhand anschau­li­cher Gra­fi­ken, wie sich die Pro­ble­me der Aus­zu­bil­den­den im Bezug auf Ein­stel­lung, Abbruch der Aus­bil­dung, Grund­kennt­nis­sen und Schlüs­sel­qua­li­fi­ka­tio­nen über die letz­ten Jah­re ver­schärft haben.

Zahl­rei­che Exper­ten aus Poli­tik (Otto Lede­rer, MdL, Lan­des­vor­sit­zen­der des AKS und Caro­li­na Traut­ner, MdL, Kul­tus­staats­se­kre­tä­rin), Wirt­schaft (Dr. Erhard Loth, Alli­anz AG, Rein­hold Schlens­ok, MEGGLE AG) und Schu­le (Dr. Karin Oechs­lein, ISB,  Josef Kraus, ehe­ma­li­ger Prä­si­dent des deut­schen Leh­rer­ver­ban­des) dis­ku­tier­ten sehr span­nend, infor­ma­tiv, auf den Punkt gebracht, aber auch kon­tro­vers, die wesent­li­chen Gesichts­punk­te die­ser Pro­ble­ma­tik. Dabei wur­de von allen Sei­ten die Gleich­wer­tig­keit von beruf­li­cher und aka­de­mi­scher Bil­dung betont, ins­be­son­de­re im Hin­blick auf den dro­hen­den Fach­kräf­te­man­gel.

Ein wei­te­rer Schwer­punkt der Dis­kus­si­on war die Digi­ta­li­sie­rung. Hier­bei wur­de betont, dass digi­ta­le Medi­en ledig­lich als Ergän­zung zus bis­he­ri­gen Wis­sens­ver­mitt­lung die­nen soll­ten und nicht als allei­ni­ges Heil­mit­tel ange­se­hen wer­den kön­nen.

In der beglei­ten­den Aus­stel­lung bot sich die Gele­gen­heit zahl­rei­che digi­ta­le Medi­en und Aus­stat­tun­gen für den Unter­richt zu besich­ti­gen und aus­zu­pro­bie­ren. Eben­so ver­tre­ten waren die wich­tigs­ten Leh­rer­ver­bän­de.

Am Nach­mit­tag sprach die stell­ver­tre­ten­de Minis­ter­prä­si­den­tin und Staats­mi­nis­te­rin Ilse Aigner über die Not­wen­dig­keit der engen Zusam­men­ar­beit der Wirt­schaft und des Bil­dungsek­tors.

Ins­ge­samt eine sehr gelun­ge­ne, infor­ma­ti­ve und nutz­brin­gen­de Ver­an­stal­tung.

 

Besuch der ESO – Europäische Südsternwarte

Auf Ein­la­dung des Arbeits­kreis Hoch­schu­le nah­men eini­ge AKS-Mit­glie­der beim Besuch der  Euro­päi­sche Süd­stern­war­te in Gar­ching “ESO-Super­no­va” teil.

Dr. Wolf­gang Vie­ser (Astro­nom und ehe­ma­li­ger Gym­na­si­al­leh­rer), zustän­dig für das Bil­dungs­pro­gramm der Super­no­va, begrüß­te uns und stell­te die ESO Super­no­va und ihr Bil­dungs­pro­gramm vor. Danach beka­men wir eine Füh­rung durch die Aus­stel­lung mit anschlie­ßen­der Pla­ne­ta­ri­ums­vor­füh­rung.

Für Leh­rer und Schü­ler eine super Sache, die man sehr emp­feh­len kann. Füh­run­gen für Schul­klas­sen kön­nen sehr indi­vi­du­ell geplant und alters­ge­recht nach Lehr­plan zusam­men­ge­stellt wer­den.

Die Bil­dungs­pro­gram­me sind kos­ten­los.

Bildung heute und in Zukunft im Dachauer Land

Was Schu­le betrifft gibt es vie­le Berei­che, über die man reden muss und soll­te.
Sei es das The­ma Digi­ta­li­sie­rung im Unter­richt, in der Leh­rer­aus­bil­dung oder Unter­richts­vor­be­rei­tung, das The­men­feld Inte­gra­ti­on, Inklu­si­on und das Mit­ein­an­der, der Lehr­plan­Plus und vie­le ande­re Din­ge.

Aus die­sem Grund tra­fen sich vie­le Inter­es­sier­te am 31.03.2018, um einen CSU Arbeits­kreis „für Schu­le, Bil­dung Erwach­se­nen­bil­dung, beruf­li­che Bil­dung und Sport“ im Dach­au­er Land­kreis zu bil­den.

Der neue Vorstand

v.l. Tobi­as Ste­phan, Kat­ja Graßl, Bern­hard Sei­de­nath, MdL, Hel­ga Schil­ler, Otto Lede­rer, MdL, Micha­el Nie­der­mair, Ste­fan Löwl, Land­rat, Elke Nie­der­mair, Ursu­la Weber, Georg Ruland

Als Gast­red­ner stell­te dabei der Lan­des­vor­sit­zen­de des Arbeits­krei­ses Schu­le der CSU Otto Lede­rer, MdL das The­ma „Der baye­ri­sche Weg in die Bil­dungs­po­li­tik“ vor.

Die wich­tigs­ten Punk­te aus dem Vor­trag waren:
„Bil­dung ist unser Wirt­schafts­gut“ und hat zwei wich­ti­ge Säu­len nach der Grund­schu­le: Ein­mal die Real‑, Mit­tel­schu­len, die Gym­na­si­en und dann die dua­le Berufs­aus­bil­dung. Bil­dung ist nicht sta­tisch, son­dern muss sich stän­dig wei­ter­ent­wi­ckeln. Hier sind nicht nur die Leh­re­rin­nen und Leh­rer gefragt, son­dern auch die Poli­tik. Der AKS stellt hier ein gutes Bin­de­glied zwi­schen den Leh­rern und der Poli­tik dar und so ist es ein­fach mög­lich, Anre­gun­gen, Wün­sche etc. direkt an die ent­spre­chen­den Stel­len in der Poli­tik wei­ter zu lei­ten. Ein Drit­tel des baye­ri­schen Haus­halts geht in die Bil­dung. Die letz­ten zehn Jah­re wur­den 40% mehr Per­so­nal­kos­ten auf­ge­wen­det und 7% mehr Leh­rer ein­ge­stellt. Wich­ti­ge The­men sind Ganz­tags­schu­len, Inklu­si­on und Inte­gra­ti­on. Hier­bei soll nicht nur Wis­sen ver­mit­telt wer­den, son­dern Kom­pe­tenz auf­ge­baut wer­den. Den wich­ti­gen Bereich Digi­ta­li­sie­rung teil­te Herr Lede­rer in fol­gen­de Berei­che auf: Fort­bil­dung, Wei­ter­bil­dung, Ein­füh­rung von Infor­ma­tik bzw. Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie, wobei fächer­über­grei­fend u.a. digi­ta­le Medi­en ein­ge­setzt wer­den sol­len und natür­lich die Aus­stat­tung.

Nach dem Vor­trag und einer aus­gie­bi­gen Dis­kus­si­on fand die Grün­dungs­wahl des Vor­stands des AKS unter Lei­tung von Bern­hard Sei­de­nath, MdL, statt.
Dabei wur­den als Kreis­vor­sit­zen­der Herr Micha­el Nie­der­mair (Berufs­schu­le), als stell­ver­tre­ten­de Kreis­vor­sit­zen­de Frau Hel­ga Schil­ler (Grund­schu­le), als Schatz­meis­ter Herr Georg Ruland (Berufs­schu­le) und als Schrift­füh­re­rin Frau Elke Nie­der­mair (För­der-Real­schu­le) gewählt. Als Bei­sit­zer wur­den Frau Bet­ti­na Löwl (Grund­schu­le) und Herr Bla­si­us Thät­ter (MdL, a.D.) und als Kas­sen­prü­fer Frau Kat­ja Graßl (Real­schu­le) und Frau Ursu­la Weber (Grund­schu­le) gewählt.

Der neue Kreis­vor­stand freut sich auf die zukünf­ti­ge Arbeit und bedankt sich bei Otto Lede­rer, MdL, Bern­hard Sei­de­nath, MdL und bei Land­rat Ste­fan Löwl für die Unter­stüt­zung.

Überreichung des Gastgeschenkes

Über­rei­chung des Gast­ge­schen­kes an Otto Lede­rer, MdL (mit­te) durch Micha­el Nie­der­mair (links) und Bern­hard Sei­de­nath, MdL (rechts).

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