Siblers DenkRäume

Siblers DenkRäume — Künstliche Intelligenz… und ich?

Siblers DenkRäumeDer baye­ri­sche Wis­sen­schafts­mi­nis­ter Bernd Sibler, MdL hat eine neue Ver­an­stal­tungs­rei­heSiblers Denk­Räu­me“ ins Leben geru­fen. Der ers­te Ter­min war am Don­ners­tag, den 10. Okto­ber im Braue­rei­mu­se­um Wei­hen­ste­phan in Frei­sing. Ziel ist es hier, mit Bür­ge­rin­nen und Bür­gern in ganz Bay­ern über gesell­schafts­re­le­van­te The­men und For­schungs­fra­gen ins Gespräch zu kom­men.

Als Dis­kus­si­ons­part­ner stan­den Dr. Andre­as Liebl (Unter­neh­mer­TUM) und Diplom­in­ge­nieur Mat­thi­as Kei­cher (TUM) zur Ver­fü­gung.

Vor­ab konn­ten die Inter­es­sier­ten Fra­gen zum The­ma “Künst­li­che Intel­li­genz… und ich?” ein­rei­chen. Die­se wur­den dann in der Run­de dis­ku­tiert und auch aus dem Publi­kum wur­den vie­le Fra­gen inte­griert.

Der AKS Dach­au war im Publi­kum, um sich über die neue Ver­an­stal­tungs­rei­he zu infor­mie­ren.

Eini­ge Dis­kus­si­ons­punk­te waren:

  • Was ist KI?
  • Wo ist heu­te bereits KI im Ein­satz?
  • Pro­blem KI und Sicher­heit — wie kann die KI uns bzw. die Sys­te­me schüt­zen.
  • Wird KI irgend­wann den Men­schen erset­zen?
  • Reicht das Geld, wel­ches Bay­ern, nach der Regie­rungs­er­klä­rung des Minis­ter­prä­si­den­ten, für KI ein­set­zen will, vor allem im Bezug auf die vie­len hun­dert Mil­li­ar­den, die Chi­na in KI inves­tiert?
  • Wird KI in der Medi­zin den Arzt ersetz­ten oder ihm nur hilf­reich bei Sei­te ste­hen?
  • Wie ver­trägt sich die Ethik mit der KI?

Fazit der Dis­kus­si­on war, dass der Mensch bei allen Punk­ten im Bezug auf die KI die letz­te Ent­schei­dung tref­fen muss.

Nach der Ver­an­stal­tung stand der Minis­ter den Teil­neh­mern für wei­te­re Fra­gen bei einem Wei­hen­ste­pha­ner Bier zur Ver­fü­gung.

Gesamt betrach­tet war es eine sehr gelun­ge­ne Ver­an­stal­tung mit einer inter­es­san­ten und aus­ge­gli­chen Dis­kus­si­on. Die neue Ver­an­stal­tungs­rei­he „Siblers Denk­Räu­me“ hat bei der ers­ten Ver­an­stal­tung gezeigt, dass das Kon­zept und die Idee sehr gut ist und vom Publi­kum voll ange­nom­men wor­den ist. Sehr ange­nehm war, dass hier wirk­lich der Bür­ger und vor allem vie­le jün­ge­re Leu­te, auch Schü­ler ver­tre­ten waren und nicht nur Wis­sen­schaft und Poli­tik.

Der nächs­te Ter­min ist der 3. Dezem­ber in Augs­burg und soll dann in wei­te­ren Regie­rungs­be­zir­ken fort­ge­führt wer­den.

Der Einfluss von Berlin und Europa auf die bayerische Bildungs- und Hochschulpolitik

Frau Kat­rin Staff­ler, MdB

Auf Ein­la­dung des AKS Dach­au berich­te­te unse­re Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Kat­rin Staff­ler am 12. Novem­ber von ihrer Arbeit in der Bun­des­haupt­stadt. Als Mit­glied des Aus­schus­ses für Bil­dung, For­schung und Tech­nik­fol­gen­ab­schät­zung und Obfrau der Enquete-Kom­mis­si­on „Beruf­li­che Bil­dung in der digi­ta­len Arbeits­welt“ konn­te sie Infor­ma­tio­nen aus ers­ter Hand lie­fern. Frau Staff­ler nann­te drei Schwer­punk­te der Arbeit im Aus­schuss:
1. die Digi­ta­li­sie­rung
2. der Hoch­schul­pakt
3. Künst­li­che Intel­li­genz

Grund­la­ge für die Digi­ta­li­sie­rung sei die ent­spre­chen­de Aus­stat­tung der Schu­len, päd­ago­gi­sche Kon­zep­te und die dazu kor­re­spon­die­ren­de Aus­bil­dung der Leh­rer. Inwie­weit der Bund dabei mit­hel­fen kann, hängt auch davon ab, ob die Grund­ge­setz­än­de­rung zum Koope­ra­ti­ons­ver­bot kommt, das Geld ist schon ein­ge­plant. Aller­dings soll dadurch die Ver­ant­wor­tung der Län­der nicht geschmä­lert wer­den.

Beim The­ma Hoch­schul­pakt beton­te Frau Staff­ler, dass die Grund­fi­nan­zie­rung der Uni­ver­si­tä­ten bei den Län­dern lie­ge und der Bund kön­ne nicht immer mehr bezah­len. Augen­merk leg­te Frau Staff­ler auch dar­auf, dass meis­tens nur von der Qua­li­tät der For­schung, aber nur wenig von der Qua­li­tät der Leh­re gespro­chen wird. Von den 2,2 Mrd € im Jahr wer­den nur 200 Mio€ für die Leh­rer auf­ge­wen­det.

Künst­li­che Intel­li­genz ist eine so gro­ße Auf­ga­be, dass Deutsch­land die­se nicht allein bewäl­ti­gen kann. Frau Staff­ler sprach sich hier für eine euro­päi­sche Zusam­men­ar­beit z.B mit Frank­reich aus und kün­dig­te eine eige­ne Enquete-Kom­mis­si­on zu die­sem The­ma an.

Wäh­rend der anschlie­ßen­den Dis­kus­si­on wur­de ins­ge­samt betont, wie wich­tig Bil­dung und gute Aus­bil­dung ist, dass beruf­li­che Bil­dung aka­de­mi­scher gleich­wer­tig ist, dass dies jedoch in vie­len Köp­fen noch nicht ange­kom­men ist. Gera­de das baye­ri­sche Schul­sys­tem bie­tet wie kein ande­res Über­gän­ge und Zugän­ge von einer Schul­art in die ande­re.

AKS Kreis­vor­sit­zen­der Micha­el Nie­der­mair und Frau Kat­rin Staff­ler, MdB

Wir bedan­ken uns  für die aktu­el­len Infos aus ers­ter Hand bei Frau Kat­rin Staff­ler, MdB für das Kom­men und den gelun­ge­nen Bericht und freu­en uns schon auf die nächs­te Ver­an­stal­tung mit ihr.