Video-Kamingespräch mit Frau Staatsministerin Dorothee Bär

Staatsministerin Dorothee Bär

Staats­mi­nis­te­rin Doro­thee Bär

Video-Kamin­ge­spräch mit Frau Staats­mi­nis­te­rin Doro­thee Bär Beauf­trag­te der Bun­des­re­gie­rung für Digi­ta­les und stell­ver­tre­ten­de Par­tei­vor­sit­zen­de der CSU

Teil­neh­mer:
Doro­thee Bär
Bär­bel Ebner, Vor­sit­zen­de AKS Bezirks­ver­band Oberbayern
Micha­el Nie­der­mair, Schrift­füh­rer AKS BV Ober­bay­ern, Kreis­vor­sit­zen­der AKS Dachau

 

 

  • Das wich­tigs­te Anlie­gen der Schu­len sind Online-Platt­for­men mit umfang­rei­chen Mög­lich­kei­ten, die sicher sind und dem Daten­schutz ent­spre­chen und nicht im Aus­land (USA, …) gehos­tet werden.
    Das Pro­blem Daten­schutz ist oft vor­ge­scho­ben, die Schu­len wer­den im Stich gelas­sen, hier wäre mehr Unter­stüt­zung sei­tens des Kul­tus­mi­nis­te­ri­ums nötig, aber gleich­zei­tig auch mehr Auto­no­mie für die Schu­len. Auch die Ame­ri­ka­ni­schen Pro­duk­te sind DSGVO-kon­form, aller­dings ist auch eine gemein­sa­me Platt­form für Mate­ria­li­en in Vor­be­rei­tung. Ins­ge­samt haben wir 15 Apps für Kon­fe­ren­zen getes­tet, die Micro­soft-Pro­duk­te sind gut.
    Auf jeden Fall sind Lösun­gen nötig und bei der Ent­wick­lung und Bereit­stel­lung soll­te man auf jeden Fall die Coro­na-Erfah­run­gen der Schu­len nutzen.

  • Ich wür­de mir wün­schen, dass es zum Papier­zeug­nis auch eine digi­ta­le Vari­an­te (genormt, mit Signa­tur, Lang­zeit­ar­chi­vie­rung, elek­tro­ni­sches Aus­le­sen der Daten für wei­te­re Ver­ar­bei­tung, …) für die Schu­le, IHK, HWK, … bun­des­weit gibt, so dass ein sehr ein­fa­ches Erfas­sen mög­lich ist.
    Dafür ste­hen die Chan­cen gut, wir sind dabei Stan­dards bun­des­weit ein­zu­füh­ren. Dies wur­de 2015 beschlos­sen, soll­te bis 2022 zu rea­li­sie­ren sein, zusätz­li­che Gel­der dafür sind vor­han­den. Es soll eine Lösung ent­ste­hen, die bun­des­ein­heit­lich für alle Regis­ter zur Ver­fü­gung steht.
    Auch IHKHWK?
    Das weiß ich jetzt nicht genau, erst­mal nur für alle staat­li­chen Stel­len auf Bund-lan­des- und kom­mu­na­ler Ebe­ne, aber der Wunsch ist notiert.

  • Bei den Gerä­ten für Schü­ler, WLAN, BYOD, gibt es je nach Schu­le teil­wei­se nur wenig Bedarf und es gibt ja auch Gel­der für Leih­ge­rä­te, aber die Umset­zung ist schwierig.
    Die Gel­der sind spe­zi­ell für Leih­ge­rä­te für sozi­al Benach­tei­lig­te Schü­ler. Ver­schie­de­ne Fir­men haben hier tol­le Kon­zep­te mit Lea­sing-Ver­trä­gen, bei denen die Gerä­te alle 2–3 Jah­re erneu­ert wer­den. Ich selbst bin kein Fan von BYOD, es ist schwie­rig bis immer alle lau­fen, wenn mit unter­schied­li­chen Gerä­ten gear­bei­tet wird. Ide­al wäre, wenn Leh­rer und Schü­ler das glei­che Gerät verwenden.
    Das ent­las­tet auch die Systembetreuer.

  • Laut einer Umfra­ge kau­fen sich 80% der Leh­rer Ihren Notebook/Rechner sel­ber, um die Unter­richts­vor­be­rei­tung zu machen. In der Wirt­schaft ist es üblich, Mit­ar­bei­ter mit der nöti­gen Infra­struk­tur auszustatten.
    Hier ist in der Tat nicht viel geplant, erst seit einem hal­ben Jahr läuft hier­über eine Debat­te mit der JU. Mei­ner Mei­nung nach soll­te aber ein Dienst­lap­top eigent­lich Stan­dard sein. Der­ar­ti­ge For­de­run­gen habe ich heu­te auch an Mar­kus Söder bei der Par­tei­vor­stands­sit­zung wei­ter­ge­ge­ben. Dort war digi­ta­le Bil­dung der ein­zi­ge Punkt mit einer ent­spre­chen­den Zusa­ge. Mei­ne Bit­te an alle: Leh­rer sind zu lei­se in unse­rer Par­tei, ihr müsst for­dern­der auf­tre­ten, auch als AKS. Stellt Anträ­ge auf dem Par­tei­tag, nutzt alle Kanäle. 

  • Das Pro­blem sind auch meist nicht die Leh­rer, die schlimms­ten Blo­ckie­rer der digi­ta­len Bil­dung sind oft die Eltern. Wie sind da ihre Erfahrungen?
    Unse­re Schu­le ist sehr schnell auf digi­ta­le Bil­dung umge­stie­gen, als Coro­na kam.
    Hat das pro­blem­los geklappt?
    Ja

  • Wie sieht es aus mit der digi­ta­len Infra­struk­tur auch auf dem Land.
    Es läuft ein Pro­gramm zum Glas­fa­ser­aus­bau an Schu­len und Kli­ni­ken. Die Grün­de sind sehr viel­schich­tig, wenn der Aus­bau hakt. Die meis­ten haben WLAN, zur Not geht es auch über Mobilfunk.

  • An unse­rer Schu­le war es ein ein­zi­ger von 1000 Schü­lern, der sich ver­wei­gert hat. Oft liegt es aber auch an den Sach­auf­wands­trä­gern, aber auch hier bewegt sich dank Coro­na was.

  • Hat die CSU einen Plan, digi­ta­le Bil­dung voranzutreiben?
    Ein Vor­schlag für höhe­re Klas­sen ist, einen Tag pro Woche digi­ta­ler Unter­richt, Kon­zep­te für chro­nisch Kranke…
    In Coro­na­zei­ten läuft bei uns der Infor­ma­tik­un­ter­richt nur von zu Hau­se, das klappt super.

  • Wie sieht Ihr idea­les Digi­ta­les Deutsch­land 2030 aus?
    Schwer­punkt ist hier die Gesund­heit und Medi­zin, um län­ger selbst­be­stimmt zu leben, Sprach­er­ken­nung, Smar­te Tep­pi­che, die mer­ken, wenn ein Pati­ent Hil­fe benö­tigt, Unter­stüt­zung für die Men­schen, Ent­las­tung für Pfle­ge­kräf­te, Dia­gnos­tik und Tele­me­di­zin, KI, Robo­tik, Lasertechnik…
    Da steckt wahn­sin­ni­ges Poten­zi­al drin, aber auch bei digi­ta­ler Sta­tis­tik, wie schon bespro­chen bei der Bil­dung und in der Mobi­li­tät. Bei den Mobi­li­täts­net­zen spielt der Fak­tor Zeit eine gro­ße Rol­le, Digi­ta­li­sie­rung muss aber immer eine Erleich­te­rung für die Men­schen dar­stel­len, nur so lässt sich die Ableh­nung in der Bevöl­ke­rung abbau­en. Gera­de in der Bil­dung ist Digi­ta­li­sie­rung eine zwin­gen­de Notwendigkeit.

  • Ich war die­se Woche in einer Klas­se zum Unter­richts­be­such und war über­rascht, dass ¾ der Schü­ler die Coro­na-App instal­liert haben.
    Das passt ins Bild, Deutsch­land hat mit knapp 15 Mil­lio­nen Usern inner­halb von drei Wochen mehr Nut­zer als alle ande­ren euro­päi­schen Län­der zusammen.
    Eigent­lich gibt es ja das Han­dy­ver­bot an Schu­len, aber wer die App drauf hat, darf es anlassen.
    Bei uns an der Berufs­schu­le ist das Han­dy Unter­richts­be­stand­teil (BYOD).

  • Wie berei­ten Sie Ihre Kin­der auf die Digi­ta­li­sie­rung vor?
    Sehr streng. Han­dy gibt es erst ab der wei­ter­füh­ren­den Schu­le, an der Grund­schu­le im Dorf ist es nicht nötig. Unse­re Gro­ße darf zwar auf Social Media, darf aber kein Gesicht zeigen.

  • Die CSU hat vor eini­ger Zeit den Mit­glieds­bei­trag erhöht, mit der Begrün­dung, die Digi­ta­li­sie­rung in der Lan­des­lei­tung aus­zu­bau­en und die CSU digi­tal fit zu machen. Gera­de in Zei­ten von Coro­na hat sich deut­lich gezeigt, dass die­se Ent­schei­dung gut und rich­tungs­wei­send war. Ich den­ke hier nur an den Digi­ta­len Par­tei­tag, den Sie her­vor­ra­gend mode­riert haben – tol­le Sache.
    Für die Bezirks- / Kreis- und Orts­ver­bän­de wür­de ich mir hier auch einen digi­ta­len Schub wün­schen. Die Lan­des­lei­tung orga­ni­siert tol­le Video­kon­fe­ren­zen über Web­ex, bei der auch über die URL deut­lich wird, dass es sich um eine CSU-Ver­an­stal­tung handelt.
    Lei­der steht dies für ande­re Ver­bän­de bzw. Arbeits­krei­se nicht zur Ver­fü­gung – die LL sieht sich auch nicht in der Lage, hier den Zugang bzw. die Orga­ni­sa­ti­on zu Ver­fü­gung zu stel­len. Hier muss dann jeder ein­zel­ne sich einen pri­va­ten kos­ten­lo­sen Web­ex-Account besor­gen, der sehr stark in der Funk­to­na­li­tät beschränkt ist und bei­spiels­wei­se über die URL meetingsdf345sas78… ver­teilt wird. Ein Cor­po­ra­te Design und ein­heit­li­ches Auf­tre­ten der CSU fehlt hier.
    Ich wür­de mir wün­schen, dass Video­kon­fe­ren­zen auch für alle CSU-Ein­hei­ten mit einen ein­heit­li­chen Auf­tre­ten ermög­licht wird.
    Sol­che Kon­fe­ren­zen sind wich­tig und müs­sen auch mög­lich sein, jeder Orts- oder Kreis­vor­sit­zen­de kann Ein­la­den­der sein.
    Funk­tio­niert lei­der nicht.
    Stellt auf dem nächs­ten Par­tei­tag einen ent­spre­chen­den Antrag, der geht bestimmt mit 100 zu 1 durch.

  • Ich wür­de ger­ne Best-Prac­ti­ces aus der Coro­na-Zeit sam­meln und wür­de mir das auch ger­ne vor Ort bei Ihnen anschauen.
    Sie sind herz­lich will­kom­men, uns am Tho­mas-Mann-Gym­na­si­um zu besuchen.

Vie­len herz­li­chen Dank, Frau Staats­mi­nis­te­rin, dass sie sich für unse­re Fra­gen Zeit genom­men haben, Ihre ehr­li­chen Ant­wor­ten und Ihre Unterstützung.

 

Siblers DenkRäume

Siblers DenkRäume — Künstliche Intelligenz… und ich?

Siblers DenkRäumeDer baye­ri­sche Wis­sen­schafts­mi­nis­ter Bernd Sibler, MdL hat eine neue Ver­an­stal­tungs­rei­heSiblers Denk­Räu­me“ ins Leben geru­fen. Der ers­te Ter­min war am Don­ners­tag, den 10. Okto­ber im Braue­rei­mu­se­um Wei­hen­ste­phan in Frei­sing. Ziel ist es hier, mit Bür­ge­rin­nen und Bür­gern in ganz Bay­ern über gesell­schafts­re­le­van­te The­men und For­schungs­fra­gen ins Gespräch zu kommen.

Als Dis­kus­si­ons­part­ner stan­den Dr. Andre­as Liebl (Unter­neh­mer­TUM) und Diplom­in­ge­nieur Mat­thi­as Kei­cher (TUM) zur Verfügung.

Vor­ab konn­ten die Inter­es­sier­ten Fra­gen zum The­ma “Künst­li­che Intel­li­genz… und ich?” ein­rei­chen. Die­se wur­den dann in der Run­de dis­ku­tiert und auch aus dem Publi­kum wur­den vie­le Fra­gen integriert.

Der AKS Dach­au war im Publi­kum, um sich über die neue Ver­an­stal­tungs­rei­he zu informieren.

Eini­ge Dis­kus­si­ons­punk­te waren:

  • Was ist KI?
  • Wo ist heu­te bereits KI im Einsatz?
  • Pro­blem KI und Sicher­heit — wie kann die KI uns bzw. die Sys­te­me schützen.
  • Wird KI irgend­wann den Men­schen ersetzen?
  • Reicht das Geld, wel­ches Bay­ern, nach der Regie­rungs­er­klä­rung des Minis­ter­prä­si­den­ten, für KI ein­set­zen will, vor allem im Bezug auf die vie­len hun­dert Mil­li­ar­den, die Chi­na in KI investiert?
  • Wird KI in der Medi­zin den Arzt ersetz­ten oder ihm nur hilf­reich bei Sei­te stehen?
  • Wie ver­trägt sich die Ethik mit der KI?

Fazit der Dis­kus­si­on war, dass der Mensch bei allen Punk­ten im Bezug auf die KI die letz­te Ent­schei­dung tref­fen muss.

Nach der Ver­an­stal­tung stand der Minis­ter den Teil­neh­mern für wei­te­re Fra­gen bei einem Wei­hen­ste­pha­ner Bier zur Verfügung.

Gesamt betrach­tet war es eine sehr gelun­ge­ne Ver­an­stal­tung mit einer inter­es­san­ten und aus­ge­gli­chen Dis­kus­si­on. Die neue Ver­an­stal­tungs­rei­he „Siblers Denk­Räu­me“ hat bei der ers­ten Ver­an­stal­tung gezeigt, dass das Kon­zept und die Idee sehr gut ist und vom Publi­kum voll ange­nom­men wor­den ist. Sehr ange­nehm war, dass hier wirk­lich der Bür­ger und vor allem vie­le jün­ge­re Leu­te, auch Schü­ler ver­tre­ten waren und nicht nur Wis­sen­schaft und Politik.

Der nächs­te Ter­min ist der 3. Dezem­ber in Augs­burg und soll dann in wei­te­ren Regie­rungs­be­zir­ken fort­ge­führt werden.

Diskussionsrunde zur Digitalisierung an Schulen im Landkreis Dachau

Das The­ma Digi­ta­li­sie­rung ist zur Zeit in aller Mun­de. Schu­len erstel­len ein digi­ta­les Medi­en­kon­zept oder haben dies schon getan und bean­tra­gen Mit­tel gemäß dem Mas­ter­plan Bay­ern Digi­tal II. Zusätz­lich hat der Bun­des­tag den Digi­tal­pakt beschlos­sen, um Schu­len mit tech­ni­schen Gerä­ten und Inter­net­leis­tun­gen zu unterstützen.

Kul­tus­mi­nis­ter Prof. Dr. Micha­el Pia­zo­lo, MdL (Freie Wäh­ler) kam am 2. Juli 2019 auf Ein­la­dung von Micha­el Nie­der­mair, AKS-Kreis­vor­sit­zen­der (Arbeits­kreis Schu­le, Bil­dung und Sport) und CSU-Kreis­vor­sit­zen­den Bern­hard Sei­de­nath, MdL in den Land­kreis Dachau.

Das The­ma war:
Wo geht die „Rei­se“ hin, wo ste­hen wir in fünf Jah­ren, im Klas­sen­zim­mer, bei der Unter­richts­vor­be­rei­tung, in der Verwaltung, … ?

v.l.: Land­rat Ste­fan Löwl, Kul­tus­mi­nis­ter Prof. Dr. Micha­el Pia­zo­lo, MdL, Hel­ga Schil­ler, stellv. AKS Kreis­vor­sit­zen­de, Micha­el Nie­der­mair, AKS-Kreisvorsitzender

Die Begrü­ßung über­nahm der AKS-Kreis­vor­sit­zen­de Micha­el Nie­der­mair und ver­wies u.a. auf die Ver­an­stal­tung vor etwa einem Jahr mit dem ehe­ma­li­gen Kul­tus­mi­nis­ter Bernd Sieb­ler, MdL (jetzt Wis­sen­schafts­mi­nis­ter), bei der der Neu­bau der Schu­le in Odelz­hau­sen besich­tigt wor­den ist. Die Schu­le wur­de nach moderns­ten Grund­sät­zen gebaut und mit digi­ta­len Tafeln, Medi­en etc. aus­ge­stat­tet. Die Schu­le hat am Frei­tag, den 05.07.2019 von 14:00–17:00 Uhr Tag der offe­nen Tür. Sie lädt alle herz­lich ein, die sich für moder­ne und digi­ta­le Lehr­me­tho­den und Aus­stat­tung inter­es­sie­ren. Nun woll­ten wir wis­sen, wie es die nächs­ten Jah­re wei­ter geht.

Land­rat Ste­fan Löwl bei der Begrüßung

Im Anschluss begrüß­te Land­rat Ste­fan Löwl, als Ver­tre­ter des CSU-Kreis­ver­ban­des, die Gäs­te und hob beson­ders her­vor, dass es für Poli­ti­ker wich­tig ist, auch mit Ver­tre­tern ande­rer Par­tei­en zu sprechen.

In sei­nem Ein­füh­rungs­state­ment nann­te der Kul­tus­mi­nis­ter meh­re­re Her­aus­for­de­run­gen zum The­ma. Um die digi­ta­len Inhal­te im Unter­richt rich­tig nut­zen zu kön­nen, benö­tigt jede Schu­le einen direk­ten Glas­fa­ser­an­schluss (FttB: Fib­re to the Buil­ding), in allen Berei­chen eine aus­rei­chen­de WLAN-Anbin­dung. Nicht nur, dass WLAN über­all ver­füg­bar ist, son­dern dass auch die ent­spre­chen­de Kapa­zi­tät vor­han­den ist, dass alle Schü­ler einer Klas­se mit ent­spre­chen­der Geschwin­dig­keit arbei­ten kön­nen. Die wei­te­re Her­aus­for­de­rung sind die Gerä­te für die Schü­ler im Klas­sen­zim­mer. Es sol­len in Bay­ern 50.000 digi­ta­le Klas­sen­zim­mer ent­ste­hen. Der Minis­ter beton­te aber, er wol­le kei­ne Gerä­te vor­schrei­ben. Dies ist die Auf­ga­be der Schu­le, mit Hil­fe des Medi­en­kon­zep­tes zu über­le­gen, wel­che Gerä­te am sinn­volls­ten für die Schu­le sind. Dies kön­nen Lap­tops, Tablets, White­boards, Bea­mer, Doku­men­ten­ka­me­ras, etc. sein. Dafür stell­te der Frei­staat 218 Mil­lio­nen Euro für die Jah­re 2018/19 und 2020 zur Ver­fü­gung. Zusätz­lich stellt der Bund 778 Mil­lio­nen Euro zur Ver­fü­gung (bis 2024). 95% der Gemein­den in Bay­ern haben bereits einen ent­spre­chen­den Antrag gestellt. Dies bedeu­tet, Bay­ern kann für die Digi­ta­li­sie­rung etwa eine Mil­li­ar­de Euro investieren.

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo, MdL (Freie Wähler)

Kul­tus­mi­nis­ter Prof. Dr. Micha­el Pia­zo­lo, MdL (Freie Wähler)

Dies Sum­me klingt erst­mal nach sehr viel Geld. Rech­net man aber die­se eine Mil­li­ar­de Euro auf 50.000 Klas­sen­zim­mer um, so blei­ben für das Klas­sen­zim­mer gera­de mal 20.000€ übrig. Bau­maß­nah­men und Per­so­nal­kos­ten sind hier nicht inbe­grif­fen. Hier muss der Sach­auf­wands­trä­ger zusätz­lich Mit­tel auf­brin­gen. Dies kann dann deut­lich mehr sein, wenn man die Infra­struk­tur (Anschluss des Bea­mers an der Decke mit Strom und Video­ka­bel, WLAN-Acces­s­points und LAN-Ver­ka­be­lung, …) erst errich­ten muss. Auch die War­tung und Pfle­ge der digi­ta­len Infra­struk­tur muss der Sach­auf­wands­trä­ger leisten.

Ein wei­te­res Pro­blem ist die Anschluss­fi­nan­zie­rung. Wie sieht es nach 2024 aus, wenn die Gerä­te dann schon wie­der ver­al­tet sind und aus­ge­tauscht wer­den müs­sen. Hier gibt es von Sei­ten des Lan­des und des Bun­des noch kei­ne Aussagen.
Der Kul­tus­mi­nis­ter möch­te hier zusätz­lich 200 Sys­tem­be­treu­er für die War­tung und Pfle­ge ein­stel­len. Bay­ern hat­te im Schul­jahr 2017/18 4.656 All­ge­mein­bil­den­de Schu­len und 1.527 Beruf­li­che Schu­len, also zusam­men 6.183 Schu­len. Somit sind die zusätz­li­chen 200 Stel­len ein guter Anfang, aber lei­der nur ein Trop­fen auf den hei­ßen Stein.
Zudem soll für Schü­ler und Leh­rer eine Bay­ern-Cloud erschaf­fen wer­den. Außer­dem will er vie­le Schul­buch­ver­la­ge mit Ihren digi­ta­len Schul­bü­chern ein­bin­den, so dass „der Fünft­kläss­ler nicht mehr mit dem schwe­ren Schul­ran­zen her­um­lau­fen muss“.

Wich­tig ist dem Kul­tus­mi­nis­ter, dass die Tech­nik der Päd­ago­gik die­nen muss und nicht anders.

In der anschlie­ßen­den Dis­kus­si­on mit den etwa 50 Ver­an­stal­tungs­be­su­chern aus dem Land­kreis und der Umge­bung waren die Hauptthemen:
• Die Aus- und Wei­ter­bil­dung der Lehrer
• Die zusätz­li­chen Kos­ten und der enor­me Ver­wal­tungs­auf­wand bei der Digi­ta­li­sie­rung, wenn bei einer Bau­maß­nah­me, z.B. bei der neu­en Ver­le­gung von Kabeln, ein neu­es Brand­schutz­gut­ach­ten erstellt wer­den muss.
• Die lan­gen Zei­ten, bis ein Antrag geneh­migt wird und dann die Gel­der aus­be­zahlt werden.
• Aus­rei­chen­de WLAN-Abde­ckung mit ent­spre­chen­der Band­brei­te für jedes Klas­sen­zim­mer und Glas­fa­ser­an­schluss an der Schu­le. Man­che Schu­len, gera­de in älte­ren Gebäu­den, haben gera­de ein­mal einen Acces­s­point zur Verfügung.
• Man soll­te mehr die Schü­ler fra­gen, was die­se benö­ti­gen und für sinn­voll erach­ten, da sich vie­le Leh­rer mit der digi­ta­len Tech­nik wenig bis gar nicht auskennen.
• Mehr Unter­stüt­zung der Leh­rer bei der Erstel­lung des Medi­en­kon­zep­tes, gera­de wenn die Schule/Lehrer wenig mit dem The­ma in Berüh­rung ste­hen bzw. noch nicht die Zeit hat­ten, sich damit zu beschäftigen.
• Im Ver­gleich zu ande­ren Län­dern, gera­de anglo­ame­ri­ka­ni­sche Län­der, hinkt Deutsch­land und Bay­ern sehr weit hin­ter­her, was die Aus­stat­tung und Benut­zung von digi­ta­len Medien/Geräten betrifft.
• Die digi­ta­le Aus­rüs­tung nützt wenig, wenn die Schu­le kein pas­sen­des päd­ago­gi­sches Kon­zept hat und die ent­spre­chen­den Medi­en­kom­pe­ten­zen bei den Leh­rern und Schü­lern nicht vor­han­den ist.
„Wenn man einen schlech­ten Pro­zess digi­ta­li­siert, hat man hin­ter­her einen schlech­ten digi­ta­len Prozess.“

Die Dis­kus­si­on wur­de von den Teil­neh­mern sehr kon­tro­vers und lei­den­schaft­lich geführt und hat gezeigt, dass es vie­le Blick­win­kel auf das The­ma gibt. Nach Ende der Ver­an­stal­tung dis­ku­tier­ten vie­le Teil­neh­mer ohne den Minis­ter weiter.

Als Dank über­reich­te der AKS-Vor­stand dem Kul­tus­mi­nis­ter eine klei­ne Stärkung.

Gesamt betrach­tet war es eine sehr gelun­ge­ne, infor­ma­ti­ve und inter­es­san­te Ver­an­stal­tung, die zwar vie­les beant­wor­te­te, aber auch vie­le Fra­gen offen­las­sen muss­te. Wir war­ten gespannt dar­auf, wie sich die digi­ta­len Klas­sen­zim­mer im Land­kreis ent­wi­ckeln. Wir als CSU Arbeits­kreis für Schu­le, Bil­dung und Sport wer­den dem Minis­ter von den Frei­en Wäh­lern wei­ter auf die Fin­ger schau­en, ob die gesteck­ten Zie­le so umge­setzt wer­den. Denn nur wenn alle an einem Strang zie­hen, kön­nen wir die viel­fäl­ti­gen Her­aus­for­de­run­gen der Digi­ta­li­sie­rung in der Zukunft meistern.

 


 

Im Gespräch mit Bayerns Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo, MdL

Das The­ma Digi­ta­li­sie­rung ist zur Zeit in aller Mun­de. Schu­len erstel­len ein digi­ta­les Medi­en­kon­zept oder haben dies schon getan und bean­tra­gen Mit­tel gemäß dem Mas­ter­plan Bay­ern Digi­tal II. Zusätz­lich hat der Bun­des­tag den Digi­tal­pakt beschlos­sen, um Schu­len mit tech­ni­schen Gerä­ten und Inter­net­leis­tun­gen zu unterstützen.

Sehr geehr­te Damen und Herren,
lie­be an der Bil­dungs­po­li­tik Interessierte,
wir laden Sie herz­lich ein zu einer

© StMUK

Dis­kus­si­ons­run­de zur Digi­ta­li­sie­rung an Schulen

Wo geht die „Rei­se“ hin,
wo ste­hen wir in fünf Jahren,
im Klas­sen­zim­mer,
bei der Unterrichtsvorbereitung,
in der Verwaltung, … ?

Im Gespräch mit Bayerns
Kul­tus­mi­nis­ter Prof. Dr. Micha­el Pia­zo­lo, MdL

Diens­tag, 2. Juli 2019 um 18:30 Uhr

Ort: Restau­rant Schwarzberghof 
Augs­bur­ger Stra­ße 105 · 85221 Dachau/Webling
Ach­tung: geän­der­ter Veranstaltungsort

Infor­mie­ren Sie sich und dis­ku­tie­ren Sie mit, es geht um die Zukunft unse­rer Kin­der, Jugend­li­chen und jun­gen Erwachsenen.

Es freu­en sich auf Ihr Kom­men und grü­ßen Sie herzlich

Micha­el Niedermair

Kreis­vor­sit­zen­der AKS Dachau

Bern­hard Sei­de­nath, MdL

CSU-Kreis­vor­sit­zen­der

Ein­la­dung als PDF

Kopf­bild: pixy­bay geralt
 

EVP Abschlussveranstaltung — the power of WE — WEber


Am Frei­tag, den 24. Mai 2019 fand im ICM in Mün­chen die Abschluss­ver­an­stal­tung der evp mit 2000 Teil­neh­mern zur Euro­pa­wahl statt. Eini­ge Mit­glie­der des AKS-Dach­au lie­ßen sich es nicht neh­men, den Spit­zen­kan­di­da­ten der evp Man­fred Weber live vor Ort zu unterstützen.

Zahl­rei­che hoch­ran­gi­ge Poli­ti­ker, wie Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kelMinis­ter­prä­si­dent Mar­kus Söder, CDU-Vor­sit­zen­de Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er, Frie­dens­no­bel­preis­trä­ger Lech Wałę­sa und vie­le wei­te­re aus ver­schie­de­nen Län­dern bekun­de­ten Ihre Unter­stüt­zung für Man­fred Weber und beton­ten die Wich­tig­keit der Euro­pa-Wahl. In sei­ner Abschluss­re­de beschrieb Man­fred Weber sei­ne Visi­on für Euro­pas Zukunft.

Bit­te gehen Sie am Sonn­tag, den 26. Mai 2019 in Ihr Wahl­lo­kal und geben Sie der CSU und damit Man­fred Weber Ihre Stim­me. Sie ent­schei­den, wie es mit Euro­pas Zukunft weitergeht!

Für ein wei­ter­hin star­kes Bay­ern in Euro­pa und für Man­fred Weber!

Foto: pixabay/eliola

Verpflichtendes (soziales, ökologisches, …) Jahr für Alle — Segen oder Fluch?

Von „Damit bekom­men wir ja gar kei­ne Aus­zu­bil­den­den mehr“ bis „Damit ret­te­ten wir die Pfle­ge, die Feu­er­wehr, das THW, die Umwelt, …“ rei­chen die Aussagen.
Bringt ein ver­pflich­ten­des Gesell­schafts­jahr für alle die Gesell­schaft wei­ter oder scha­den wir den „Jun­gen“ im Bezug auf Berufs­ein­stieg oder im Alter bei der Rente?

Wir laden Sie herz­lich ein, zu einer

Dis­kus­si­ons­run­de am

Diens­tag, den 4. Juni 2019 – 19:00 Uhr

im Adolf-Höl­zel-Haus

(Ernst-Reu­ter-Platz 1, 85221 Dachau)

 

Dis­ku­tie­ren Sie mit:

Prof. Dr. Win­fried Bausback, MdL, stell­ver­tre­ten­der CSU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der und Baye­ri­scher Jus­tiz­mi­nis­ter a.D.
Ulrich Dachs, Kreis­hand­werks­meis­ter Dachau
Eli­sa­beth Burg­mair, – Aus­bil­de­rin für kauf­män­ni­sche Beru­fe – Fa. E.E.P.D. GmbH, Weichs
Mari­an­ne Nickl, – M.A. – Kun­ter­bun­te Inklusion

Es freu­en sich auf Ihr Kommen

Micha­el Niedermair
Kreis­vor­sit­zen­der AKS Dachau
Chris­ti­ne Unzeitig
Kreis­vor­sit­zen­de MU Dachau
Bern­hard Sei­de­nath, MdL
CSU-Kreisvorsitzender

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Diskussionsrunde zur Digitalisierung an Schulen

Im Gespräch mit Bay­erns Kul­tus­mi­nis­ter Bernd Sibler, MdL

Beim The­ma Digi­ta­li­sie­rung in der Schu­le denkt jeder sofort an den Unter­richt und die Schü­ler. Das The­ma ist aber deut­lich viel­schich­ti­ger. Digi­ta­li­sie­rung betrifft auch die Leh­rer, die Schul­ver­wal­tung, die Eltern, den Sach­auf­wands­trä­ger, der die Schu­len baut und lang­fris­tig für den Unter­halt, die Pfle­ge und Aktua­li­sie­rung die­ser neu­en Medi­en ver­ant­wort­lich ist — und vie­le mehr.

Rohbau des Bauabschnittes 1, welcher schwerpunktmäßig in Holz gebaut wird

Roh­bau des Bau­ab­schnit­tes 1, wel­cher schwer­punkt­mä­ßig in Holz gebaut wird

Der Schul­zweck­ver­band der Gemein­den Odelz­hau­sen, Pfaf­fen­ho­fen a.d. Glonn und Sul­ze­moos baut gera­de in Odelz­hau­sen ein neu­es Schul­zen­trum für die Grund‑, Mit­tel- und Real­schu­le, wel­ches nach moder­nen päd­ago­gi­schen Grund­sät­zen geplant wor­den ist und bei dem vor allem die Digi­ta­li­sie­rung eine wich­ti­ge Rol­le spielt. LAN-Anschluss in jedem digi­ta­len Klas­sen­zim­mer, mit Doku­men­ten­ka­me­ra, White­board mit Bea­mer, WLAN im gesam­ten Haus und vie­les mehr. Die Kos­ten belau­fen sich auf etwa 55 Mil­lio­nen Euro.
Am Don­ners­tag, den 12. Juli 2018 besich­ti­gen etwas 50 Inter­es­sier­te, dar­un­ter auch Kul­tus­mi­nis­ter Bernd Sibler, MdL, den Roh­bau des neu­en Schulzentrums.

Im Anschluss stell­te sich der Kul­tus­mi­nis­ter der Dis­kus­si­ons­run­de, die von Micha­el Nie­der­mair, Kreis­vor­sit­zen­der des CSU-Arbeits­krei­ses Schu­le Bil­dung und Sport mode­riert wur­de. Unter den Anwe­sen­den waren Bern­hard Sei­de­nath, MdL, Land­rat Ste­fan Löwl, Hel­mut Zech, stellv. Land­rat und Vor­sit­zen­der des Schul­zweck­ver­band, vie­le Bür­ger­meis­ter aus dem Land­kreis, akti­ve und pen­sio­nier­te Lehr­kräf­te, Eltern­bei­rä­te und vie­le wei­te­re Interessierte.

Kul­tus­mi­nis­ter Sibler stellt sich den Fra­gen der Anwesenden

Zu Beginn refe­rier­te der Kul­tus­mi­nis­ter kurz über die Zie­le und Maß­nah­men der Staats­re­gie­rung im Bezug auf Digi­ta­li­sie­rung an Schu­len. Der Haus­halt für den Rest des Jah­res 2018 sieht hier­für 212,5 Mil­lio­nen Euro vor, davon 150 Mil­lio­nen Euro für die Aus­stat­tung digi­ta­ler Klas­sen­zim­mer und 35 Mil­lio­nen Euro nur für Beruf­li­che Schu­len vor. Ziel ist es, 50.000 neue digi­ta­le Klas­sen­zim­mer ein­zu­rich­ten. Dabei wer­den bis zu 90% der Kos­ten für die Aus­stat­tung vom Frei­staat über­nom­men, der Rest muss vom Sach­auf­wands­trä­ger finan­ziert wer­den. Anträ­ge kön­nen ab sofort gestellt wer­den (wei­te­re Infos). Bei Fra­gen zum Antrag hat das Kul­tus­mi­nis­te­ri­um extra eine Hot­line eingerichtet.
Schwer­punkt­mä­ßig wer­den auch Semi­nar­schu­len aus­ge­stat­tet, dass jun­ge ange­hen­de Leh­rer gleich mit dem digi­ta­len Unter­richt ver­traut gemacht wer­den. Unter­stützt wird dies durch die zen­tra­le Lern­platt­form „mebis“, die bereits von 1,7 Mil­lio­nen Schü­lern genutzt wird.
Laut Stu­di­en sind Schü­ler durch­schnitt­lich 56h pro Woche online, wes­halb die Medi­en­päd­ago­gik immer wich­ti­ger wird und aus die­sem Grund im Fach Infor­ma­tik ver­an­kert wird. Der Leit­satz des Kul­tus­mi­nis­ters ist hier „Die Tech­nik dient der Päd­ago­gik und nicht umge­kehrt“.
Die ers­te Fra­ge aus dem Ple­num betraf die Fort­bil­dung der Leh­rer und vor allem der Sys­tem­be­treu­er vor Ort, die teil­wei­se mit nur einer Anrech­nungs­stun­de den gesam­ten Com­pu­ter­park betreu­en sol­len. Der Kul­tus­mi­nis­ter stell­te zwar 100 neue Stel­len und zahl­rei­che Anrech­nungs­stun­den in Aus­sicht, aller­dings wur­de die Mach­bar­keit der War­tung ohne exter­ne Exper­ten von vie­len Anwe­sen­den, vor allem von dem Sach­auf­wands­trä­gern bezwei­felt. Fort­bil­dun­gen wer­den durch die Aka­de­mie für Lehr­fort­bil­dung in Dil­lin­gen direkt durch­ge­führt und von vie­len SCHILF-Ver­an­stal­tun­gen (schul­in­ter­ne Leh­rer­fort­bil­dung) direkt vor Ort unter­stützt. Ab Okto­ber wer­den zusätz­lich geziel­te Fort­bil­dun­gen zu recht­li­chen, päd­ago­gi­schen und tech­ni­schen Fra­gen der Digi­ta­li­sie­rung angeboten.
Wei­te­re Fra­gen der Anwe­sen­den betra­fen u.a. die digi­ta­len Pro­duk­te der Schul­buch­ver­la­ge, die Fol­ge­fi­nan­zie­rung der Com­pu­ter­aus­stat­tung nach fünf Jah­ren, die Erstel­lung von Medi­en­kon­zep­ten für jede ein­zel­ne Schu­le und vie­les mehr.
Zum Abschluss wur­de dem Kul­tus­mi­nis­ter als Dan­ke­schön ein Prä­sent­korb mit Pro­duk­ten aus der Regi­on über­reicht. Die Anwe­sen­den hät­ten ger­ne noch län­ger als die ein­ein­halb Stun­den über die­ses wich­ti­ge und inter­es­san­te The­ma mit dem Kul­tus­mi­nis­ter dis­ku­tiert – ins­ge­samt eine sehr gelun­ge­ne und infor­ma­ti­ve Veranstaltung.

Micha­el Nie­der­mair, CSU-AKS-Dachau
 

v.l.: Johann Heit­mair, CSU-OV-Odelz­hau­sen, Bern­hard Sei­de­nath, MdL, Kul­tus­mi­nis­ter Bernd Sibler, MdL, Hel­mut Zech, stellv. Land­rat, Micha­el Nie­der­mair, KV AKS-Dachau

Bil­der­im­pres­sio­nen von der Veranstaltung

Zwischen Berufsqualifizierung und Persönlichkeitsbildung — welche Qualifizierung und Bildung muss das Schulsystem vermitteln?

Am 9. Juni 2018 lud der AKS Lan­des­ver­band zu sei­nem Bil­dungs­kon­gress nach Rosen­heim ein. Das Tref­fen stand unter dem The­ma “Zwi­schen Berufs­qua­li­fi­zie­rung und Per­sön­lich­keits­bil­dung — wel­che Qua­li­fi­zie­rung und Bil­dung muss das Schul­sys­tem vermitteln?”.

In sei­nem ein­füh­ren­dem Impuls­vor­trag zeig­te Hubert Schöff­mann, Bil­dungs­po­li­ti­scher Spre­cher der Baye­ri­schen Indus­trie- und Han­dels­kam­mer, anhand anschau­li­cher Gra­fi­ken, wie sich die Pro­ble­me der Aus­zu­bil­den­den im Bezug auf Ein­stel­lung, Abbruch der Aus­bil­dung, Grund­kennt­nis­sen und Schlüs­sel­qua­li­fi­ka­tio­nen über die letz­ten Jah­re ver­schärft haben.

Zahl­rei­che Exper­ten aus Poli­tik (Otto Lede­rer, MdL, Lan­des­vor­sit­zen­der des AKS und Caro­li­na Traut­ner, MdL, Kul­tus­staats­se­kre­tä­rin), Wirt­schaft (Dr. Erhard Loth, Alli­anz AG, Rein­hold Schlens­ok, MEGGLE AG) und Schu­le (Dr. Karin Oechs­lein, ISB,  Josef Kraus, ehe­ma­li­ger Prä­si­dent des deut­schen Leh­rer­ver­ban­des) dis­ku­tier­ten sehr span­nend, infor­ma­tiv, auf den Punkt gebracht, aber auch kon­tro­vers, die wesent­li­chen Gesichts­punk­te die­ser Pro­ble­ma­tik. Dabei wur­de von allen Sei­ten die Gleich­wer­tig­keit von beruf­li­cher und aka­de­mi­scher Bil­dung betont, ins­be­son­de­re im Hin­blick auf den dro­hen­den Fachkräftemangel.

Ein wei­te­rer Schwer­punkt der Dis­kus­si­on war die Digi­ta­li­sie­rung. Hier­bei wur­de betont, dass digi­ta­le Medi­en ledig­lich als Ergän­zung zus bis­he­ri­gen Wis­sens­ver­mitt­lung die­nen soll­ten und nicht als allei­ni­ges Heil­mit­tel ange­se­hen wer­den können.

In der beglei­ten­den Aus­stel­lung bot sich die Gele­gen­heit zahl­rei­che digi­ta­le Medi­en und Aus­stat­tun­gen für den Unter­richt zu besich­ti­gen und aus­zu­pro­bie­ren. Eben­so ver­tre­ten waren die wich­tigs­ten Lehrerverbände.

Am Nach­mit­tag sprach die stell­ver­tre­ten­de Minis­ter­prä­si­den­tin und Staats­mi­nis­te­rin Ilse Aigner über die Not­wen­dig­keit der engen Zusam­men­ar­beit der Wirt­schaft und des Bildungsektors.

Ins­ge­samt eine sehr gelun­ge­ne, infor­ma­ti­ve und nutz­brin­gen­de Veranstaltung.